Samstag, 25. Juni 2016

Leitvers So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron, und die Erde der Schemel meiner Füße. … Aber auf den will ich blicken: Auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist. Jesaja 66,1-2
 
Gott

Niemals allein

 
Annika (Name geändert) ist zwölf Jahre alt, aber so klein, dass sie ebenso gut als Zweitklässlerin durchgehen würde. Der Daueralkoholkonsum ihrer Eltern hat sie schon im Mutterleib geschädigt. Sie kam ins Kinderheim und von dort zu ihrer gerade einmal volljährigen Schwester und deren Freund. Auch dort wird Alkohol getrunken und im berauschten Zustand zugeschlagen. Aber Annika möchte nicht wieder ins Heim, möchte nicht wieder von ihrer Familie getrennt werden, möchte nicht wieder allein sein. Sie wünscht sich wenigstens ein bisschen Heimat und Geborgenheit. Aber so richtig will niemand aus ihrer Familie sie haben.Beate (Name geändert) ist eine Frohnatur aus der 9. Klasse, dann wird ihre Mutter krank, sterbenskrank. Jeden Tag erlebt Beate, wie ihre Mutter schwächer und schwächer wird, bis der Tod an das Bett der Mutter herantritt und sie mitnimmt. Wer kümmert sich nun um Beate, hört ihr zu, wenn sie aus der Schule kommt, begleitet sie ins Erwachsenenleben? Still faltet Beate die Hände, Tränen steigen ihr in die Augen.Wenn auch der Himmel in seiner Größe und die Erde in ihrer Ausdehnung Gottes Thron und Schemel sind, hebt der Bibeltext dennoch klar hervor, dass Gott den Einzelnen in seiner Not nicht übersieht und ihn sucht. Ist Ihr Herz zerbrochen? Liegt Ihr Leben in Trümmern? Drohen Sie von den Lasten Ihres Lebens niedergedrückt zu werden? Dann gilt gerade Ihnen der Blick Gottes auf den Elenden und der Ruf Jesu: »Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben« (Matthäus 11,28).
 

Martin von der Mühlen

 
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Tipp »Nahe ist Gott denen, die zerbrochenen Herzens sind!« (König David in Psalm 34,19)
 
Bibellese Psalm 34

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