Friedenslicht 2015

Der Adventskranz und
das Licht von Bethlehem (Friedenslicht)
Familiengottesdienst zum 4.Advent

chor

chor
Zum Beginn des Gottesdienstes erfreut uns der gemischte Chor mit einem Lied.
Johann Heinrich Wichern gründete 1833 das "Rauhe Haus". Es sollte für Kinder und Jugendliche seiner Zeit, die auf den Straßen und Gassen Hamburgs lebten ein Bleibe sein. Dieses Heim war aber nicht ein Waisenhaus wie viele andere, Wichern bot den Kindern eine Zukunft mit Schule und Ausbildung. Die Kinder wohnten Gruppen was Ihnen ein Stück Famile wiedergab. Mittlerweile ist das "Rauhe Haus" ein Stiftung an ca. 100 Standorten.
In der Adventszeit erzählte Wichern den Kindern Geschichten der Bibel, dabei kam immer wieder die Frage "Wie langs ist´s noch bis Weihnachten?" auf. Das brachte Wichern auf die Idee, auf einem Rad Kerzen anzuordnen. Für dieAdventskranz
Adventskranz
vier Sonntage nahm Wichern 4 große dicke weiße Kerzen und für die restlichen Tage schmale Rote. In unserer heutigen Zeit werden die Farben gern getauscht. Vorbild dieses Kranzes sollen Radleuchter aus älterer Zeit sein. Diese hatten die Symbolische bedeutung des neuen Jerusalems aus der Offenbarung. Der Kranz der die Kinder von nun an begleitete sah noch nicht schön aus. Ein Freund von Wichern hatte die Idee den Kranz mit Tannengrün zu umflechten. Diese grünen Zweige den Kranz umwunden, stellen symbolisch den Zusammhalt der Kinder oder heute auch Glieder der vielen unterschiedlichen Gemeinden dar. Im Laufe des Gottesdienstes, haben wir einen Adventskranz, mit den zum Eingang verteilten Kerzen und Tannengrün im Altarraum aufgebaut.
Zum Abschluß erzählte Pastor Tunger noch die Geschichte von den vier Kerzen.

Vier Kerzen brannten am Adventskranz und draußen war es ganz still. So still, dass man hörte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.
Die erste Kerze seufzte und sagte: "Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht gibt Sicherheit, doch die Menschen halten keinen Frieden. Sie wollen mich nicht." Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und verlosch schließlich ganz.
Die zweite Kerze flackerte und sagte: "Ich heiße GLAUBEN. Aber ich fühle mich überflüssig. Die Menschen glauben an gar nichts mehr. Es hat keinen Sinn, dass ich brenne." Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze war aus.
Leise und sehr zaghaft meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: "Ich heiße LIEBE. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen; denn die Menschen sind zu Egoisten geworden. Sie sehen nur sich selbst und sind nicht bereit einander glücklich zu machen." Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.
Da kam ein Kind ins Zimmer. Verwundert schaute es die Kerzen an und sagte: "Aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein."
Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: "Hab keine Angst, denn so lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen immer wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG."

Mit einem kleinen Stück Holz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben.


Zuletzt konnte sich jeder noch seine Kerze am Friedenslicht anzünden und mit nach Hause nehmen. Wer möchte kann dieses Licht auch weiterverteilen für
den Frieden und die Hoffnung.

Das Postludium wurde auf dem Akkordeon von Elisabeth und Simon gespielt.

akkordeon

akkordeon